Bürgerprotest Fluglärm Ost
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Nun hat der Bundesrat auf Antrag der flugaffinen Doris Leuthard die SIL-Vorlage, das Pistenausbau- und Kapazitätserweiterungsprogramm, mit etwas Kosmetik, genehmigt. Die Sicherheitsprobleme, wie sie im Ende 2012 veröffentlichten Sicherheitsbericht aufgeführt wurden, werden kaum umgesetzt. Etwas mehr Sicherheit bei Bise und Nebel. Das war’s dann.

Unsere Einwände fanden keine Beachtung – wie die meisten, nicht der Kapazitätserweiterung dienenden Vorschläge anderer Organisationen.

Das wichtige, gesundheitsbedingte Ruhebedürfnis der betroffenen Bevölkerung wird einmal mehr ignoriert und der Kapazitätserweiterung geopfert!

Money first – Safety maybe ...

Generell kann gesagt werden, dass der Sicherheitsbericht 2012, ausser bei Bise und Nebel im SIL 2 nicht umgesetzt wird.

Unsere Stellungnahme zum SIL 2 Objektblatt für den Flughafen vom 26. September 2016 hatte folgende wesentlichen Einwände:

  • Unsere Hauptforderung war die vollständige Umsetzung der Sicherheitsempfehlung mit seinen 8 Top Gefahren.
    Es ist unverständlich, dass die Sicherheit nach wie vor hinter politischen Kalkülen anstehen muss; dass, trotz hoher Komplexität in Kloten und immer wieder vorkommender Vorfälle.

    Wie die Pressesprecherin des Flughafens sagte, sei es noch nicht sicher, dass auch der Südstart bei Nebel beantragt werde.
    Ganz klar zeigt diese Aussage, dass das Flugregime nicht in erster Linie nach Sicherheitsaspekten erstellt wird, sondern nach politischen Kriterien!
    Man will die Klientel im Süden nicht vergraulen, denn ihre Stimmen werden für den Pistenausbau benötigt.

  • Auf die Verlängerung der Pisten 28 und 32 ist zu verzichten. Die wenigen Grossraumflugzeuge, die wetterbedingt nicht auf der Piste 28 landen können, sollen auf andere Pisten ausweichen.
    Die Pistenverlängerungen dienen lediglich der Kapazitätserweiterung. Die Sicherheit als Argument anzuführen grenzt an Volksverdummung.
    Ausserdem stützt sich das BAZL auf die fragwürdige Studie der Intraplan Consult GmbH in München.

  • Die Starts auf der Piste 16 sollen im Regelbetrieb aus Sicherheitsgründen gerade aus oder mit einer Rechtskurve geflogen werden.
    Dass die Sicherheit mit Starts gerade aus und bei Zielen im Westen mit einer Rechtskurve massiv erhöht werden kann, wurde vom Regierungsrat erfolgreich bekämpft. RR Walker Späh bedauert, dass es allenfalls den Südstart bei Nebel geben kann – er sei vom Bundesrat nicht genügend begründet worden. Wir fragen uns schon, wie gut RR Walker Späh mit dem Sicherheitsbericht 2012 vertraut ist. Oder geht es ihr um die Pflege der eigenen Klientel im Hinblick auf die Pistenverlängerungen und Wahlen?

  • Die erweiterte Linkskurve (Enhanced left turn) ist eine unnütze Pseudosicherheit. Allfällige Kollisionspunkte werden einfach etwas weiter gegen Süden verschoben. Er kann also ersatzlos gestrichen werden.
    Vor allem, wenn die Linkskurve zu einer „Platzrunde“ über den Flughafen wird, wenn das Ziel im Westen liegt.
    Der daraus resultierende erhöhte Kerosinverbrauch ist mit den Zielen des Klimaschutzes nicht vereinbar. Auch hier wäre Leuthard zuständig ...

Leider hat das falsche Spiel der Flughafenlobby einmal mehr funktioniert. Mit dem Argument Sicherheit wird primär die Kapazität erweitert.
Dass der Flugverkehr eine gewisse Wichtigkeit hat, bestreiten wir nicht. Aber das ständige Überzeichnen der wirtschaftlichen Wichtigkeit stösst sauer auf – und stimmt immer weniger. Es geht beim Flugbusiness um dieses selber.
Die vom krankmachenden Fluglärm betroffene Bevölkerung ist, wie die leeren Worte um Sicherheit und Ruhebedürfnis der Betroffenen zeigen, eine offensichtlich zu vernachlässigende Minderheit.

Über die Pistenverlängerungen wird abgestimmt werden müssen.
Es muss jedem, egal, auf welcher Seite des Flughafens er/sie lebt, klar sein, dass vermeintliche Vorteile der eigenen Region früher oder später ebenfalls mit noch mehr Fluglärm „belohnt“ wird.
Die Bedürfnisse für Geschäft- und Ferienfliegerei sind abgedeckt. Das unendliche Wachstum ist rein wirtschaftlich betrachtet eine Sackgasse. Wenn die wirtschaftliche Rechnung nicht aufgeht, „dürfen“ die Steuerzahlenden in die Tasche greifen und das durch Grössenwahn entstandene Loch berappen.

Soll noch eine gewisse Lebensqualität in der Flughafenregion erhalten bleiben, so gilt es jeden Ausbau der Pisten zu verhindern!

Eine bevölkerungsverträgliche Flughafenpolitik, wie dies Leuthard proklamiert, basiert auf unseren Foderungen bezüglich Nachtruhe und Betriebszeiten!

BFO, für eine vernünftige Flughafenpolitik

 

BÜRGERPROTEST FLUGLÄRM OST, 24.08.2017

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