Bürgerprotest Fluglärm Ost
8307 Effretikon
PC-Konto. Nr.: 87-192974-1
IBAN: CH76 0900 0000 8719 2974 1
info@fluglaerm-ost.ch

Hot-Links

Werden Sie Mitglied:
Online Anmeldung

Schreiben Sie  Leserbriefe

Abonnieren Sie unseren
kostenlosen Newsletter

Unique Lärmtelefon:
043 816 21 31 / mehr

Briefmarke

Am 30. März 2005 hat das BAZL das Betriebsreglement 6 in den wesentlichen Punkten bewilligt. Bürgerprotest Fluglärm Ost erhebt Rekurs gegen die BAZL Bewilligung.

Wie können Sie sich am Rekurs beteiligen? Was müssen Sie tun?

Es ist äusserst wichtig, dass sehr viele Personen aus dem Osten den Rekurs unterstützen- Herzlichen Dank!

 

  • Informationen und geplante Beschwerdepunkte

Die Auswirkungen des Betriebsreglements 6 für den Osten sowie die Rekurspunkte sind in der folgenden Zusammenfassung aufgeführt.

Ref.

Bereich

Auswirkung / Beschwerde

Begründung / Bemerkung

1

Dual Landing 28/34 oder Koordiniertes Landen

Morgenanflüge von 06:00 bis 09:00 Uhr am Wochenende und 06:00 bis 07:00 Uhr Werktags über den Süden und Osten gleichzeitig

Zwischen 06 und 07 Uhr sind durchschnittlich 14 Anflüge vorgesehen – das BAZL bewilligt 36 Anflüge

Dieser Antrag wurde von Unique gar nicht gestellt! Gemäss UVB Unterlagen ist ein koordiniertes Landen „nur“ am Wochenende von 07:00 bis 09:00 vorgesehen

2

Neue Abflugroute Ost - Piste 16 left nach Osten (südlich von Winterthur)

Seit dem 14. April werden die Ostabflüge südlich von Winterthur vorbeigeführt und beschallt neue Gebiete, welche bis jetzt von Startlärm nicht betroffen waren

Antrag: Neue Abflugroute nur benutzen wenn AMIKI „in use“ – übrige Zeiten bestehende Ostroute (nördlich von Winterthur) benutzen

 

3

Wide Left Turn (WLT) neue Abflugrouten zwischen Bassersdorf und Turbenthal

Der Wide Left Turn wurde bewilligt. Bei der breiten Streuung der Beschwerdeführer im BFO Gebiet kann der WLT einen Teil der Beschwerdeführenden neu bzw. zusätzlich belasten, andere hingegen aber entlasten.

Antrag: auf den WLT verzichten und die heutige Lösung mit der zeitlichen Separation aufrechterhalten. Die Sicherheit ist mit dem heute praktizierten Regime sichergestellt.

Einführungszeitpunkt 30.10.05

Das BAZL hat bereits zweimal reagiert!

4

Flexibilisierung der Pistenbenutzung

Die bewilligte Flexibilisierung der Pistenbenutzung soll angefochten werden

  • P28 Landung von 06:00- 07:00 Tag und 06:00 - 09:00 Wochenende
  • P16 Starts 06:00 – 07:00 und 21:00 - 22:00 bei Ausnahmeregelung DVO

Landungen in Koordination mit Beschwerdepunkt 1

Die Ausdehnung der Pistenbenützungszeiten wurden von Unique bereits mehrfach beantrag. Sie wurden vom BAZL immer abgelehnt mit der Begründung – wird im definitiven BR geregelt

5

Anflüge aus dem Osten auf den Endanflug ILS Piste 34

Führung Endanflug aus den Warteräumen AMIKI und RILAX zum Südanflug auf Piste 34. Antrag: Der Endanflug ist in direkter Linie vom Warteraum AMIKI auf Piste 34 zu führen. Ein direkter Anflug aus RILAX auf Piste 34 ist nicht notwendig.

Der Endanflug verläuft in einem weiten, unnötigen Bogen im Bereich Winterthur und belärmt damit die bereits vom Ostanflug spätabends betroffenen Gebiete die dadurch zusätzlich frühmorgens geweckt werden.

6

Starts nach Osten auf Piste 10

Bisher durften Starts auf Piste 10 nach Osten nur bei Bisewind durchgeführt werden. Diese Einschränkung muss auch im neuen Betriebs-Reglement wieder erwähnt werden.

Die Flexibilisierung würde dazu führen, dass bei allen Windlagen nach Osten gestartet werden darf.

7

Postflüge Art. 15 Abs 3

Die pauschale Zulassung von Postflügen während der ganzen Nacht (Art. 15 BR) wird angefochten

 

8

5000 ft Regel – Art. 18

Die 8000 ft Regel soll Tag und Nacht Anwendung finden

Diese vor nicht allzu langer Zeit versteckt eingeführte 5000ft Regel dient der Steigerung der Kapazität. Als Folge werden die Abflugrouten verlassen und weite Gebiete mit Dauerschallpegel belastet

9

UVB

Der verwendete UVB beruht auf veralteten, nicht mehr repräsentativen Bevölkerungszahlen aus dem Jahr 1990. Die Bewilligungen sollen anhand eines auf aktuellen Zahlen beruhenden UVB überprüft werden

Ein UVB mit solch einschneidenden Konsequenzen für einen grossen Bevölkerungsanteil muss zwingend auf aktuellen Daten beruhen

10

Situation „Entfernter Osten“

Im Gebiet Will/Kirchberg (SG) bis Turbenthal werden mit der Einführung des ILS28-Anfluges in der Nacht sehr grosse Lärmbelastungszunahmen entstehen. In diesem Gebiet werden Flugzeuge aus dem Warteraum AMIKI zum Aufreihen auf den ILS28 Anflug die neue Abflugroute „Ost“ kreuzen, was zu einer Erhöhung der Kollisionsgefahr führt.

Evtl. mit einer solchen Begründung die Beschwerdeberechtigung aus diesem Raum festhalten

  • Wichtige Informationen für jene Mitglieder die unser Rekurs-Paket bereits in brieflicher Form zugestellt bekommen haben

Wir haben an jene MitgliederInnen die im Frühjahr 2004 beim BAZL gegen das Gesuch um „Genehmigung eines neuen vorläufigen Betriebsreglements der Flughafen Zürich AG vom 31. Dezember 2003“ Einsprache eingereicht haben ein „Rekurs-Paket“ zugestellt.

In diesem Paket ist ein Blatt mit dem Titel „Erklärung“ beigefügt. Auf diesem Blatt wird zweimal auf Plankopien hingewiesen. Das wurde von uns versehentlich nicht gelöscht. Sie müssen keine Plankopien dieser Erklärung beilegen. Bürgerprotest Fluglärm Ost wird auf einer Karte die Beschwerdeführer mit Ihren Wohnkoordinaten aufführen. Sie müssen in dieser Sache keine Plankopien beilegen – Danke.

  • Voraussetzungen, dass Sie sich an diesem Verfahren beteiligen können inklusive Kostenfolge

Um Rekursberechtigt zu sein müssen Sie im April 2004 gegen das jetzt bewilligte Betriebsreglement beim BAZL Einsprache erhoben haben. Einsprachen, die sich gegen die folgenden provisiorischen Änderungen des Betriebsreglements richten, werden in das vorläufige Genehmigungsverfahren übernommen und berechtigen somit zur Beschwerde gegen die Genehmigung des BR6":

  • Umsetzung Nachtflugsperre – Genehmigung BAZL 18.10.2001
  • Umsetzung der Wochenend- und Feiertagsregelung – Genehmigung BAZL 15.10.2002
  • Einführung von Südanflügen – Genehmigung BAZL 23.6.2003
  • Einführung von ILS-Anflügen auf die Piste 28 – Publikation vom 12.11.2002

Kostenfolge:

Ein solcher Rekurs zieht eine Kostenfolge von ca. CHF 10'000.- bis 20'000.- mit sich. Wir bilden einen Pool mit möglichst vielen "Rekurswilligen" aus dem Osten des Flughafens. Rechtsanwalt Dr. Christoph Schaub wird unser Rekurs ausarbeiten und bei der Rekursbehörde vertreten. Der Informationsaustausch zwischen RA Schaub und Ihnen erfolgt ausschliesslich über BFO. Wir rechen damit, dass sich mindestens 100 Personen am Rekurs beteiligen – d.h. Sie müssten einen Kostenanteil von CHF 100.- bis CHF 200.- übernehmen.

  • *Online Bestell-Verfahren "Rekurs"

Bitte die untenstehenden Informationsfelder ausfüllen und absenden. Per Post wird Ihnen das Rekurs-Paket zugestellt. Bitte retournieren Sie anschliessend den Talon so schnell wie möglich und bezeichnen Sie, ob Sie sich am Rekurs beteiligen sowie den Maximalbetrag den Sie gewillt sind in das Rekursvorhaben zu investieren. Alle Rekurswilligen müssen zusätzlich zwei ausgefüllte und unterzeichnete Vollmachten sowie eine ausgefüllte und unterzeichnete Erklärung an BFO retournieren - zusammen mit dem Talon)

Achtung:

Einsendeschluss der Vollmacht für den Rekurs (Beschwerde) gegen das neue Betriebsreglement war Samstag, 30. April 2005.

*Das Online Bestell-Verfahren wurde daher von unserer Webseite genommen.


BFO-Pressemitteilung vom 8. Mai 2005

Erfolgsversprechender Sammelrekurs eingereicht

Bürgerprotest Fluglärm Ost und ihr Anwalt Dr. Christoph Schaub haben am 4.5.2005 einen Sammelrekurs gegen das neue Betriebsreglement 6 in Bern eingereicht. 229 Haushalte, also rund 500 Personen, haben sich diesem Sammelrekurs angeschlossen, deren wichtigste Punkte folgende sind:

  • kein Duallanding
  • keine freie Pistenbenützung
  • keinen Wide-Left-Turn
  • Einschränkungen der Nutzung der neuen Abflugrouten Ost

Wir sind davon überzeugt, mit unserem Rekurs Erfolg zu haben. Insbesondere der mangelhafte Umweltverträglichkeitsbericht sowie die Falschaussagen des BAZL bezüglich Sicherheitsaspekts beim Wide-left-turn werden der Reku INUM nichts anderes übrig lassen, als das Betriebsreglement zurück zu weisen.

Weitere Informationen zum Betriebsreglement 6


BFO erreicht juristischen Teilerfolg!

Am 31. Dezember 2003 reichte die Flughafenbetreiberin Unique das vorläufige Betriebsreglement ein. Die Auswirkungen auf den Lebensraum östlich des Flughafens sind immens, weshalb BFO entschieden hat, juristisch dagegen vorzugehen.

Am 3. Mai 2005 reichten wir zusammen mit 230 Haushalten, also rund 500 Personen, einen Sammelrekurs ein.Vor kurzem konnten wir einen ersten juristischen Teilerfolg feiern. Die Rekurskommission des UVEK (REKU INUM) folgte dem Antrag von BFO und stellte die aufschiebende Wirkung bei der Einführung des so genannten Wide-Left-Turn wieder her.

Dies bedeutet, dass grosse Gebiete östlich des Flughafens vorerst vor diesem zusätzlichen Lärm verschont bleiben. Die Rekurskommission stützte sich in ihrer Begründung im Wesentlichen auf die Argumente von BFO.

Wir sind stolz, zusammen mit unseren Rekurrenten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Lebensqualität geleistet zu haben und danken all den Bürger/innen, die diesen Sammelrekurs unterstützt haben. Bürgerprotest Fluglärm Ost war der einzige Vertreter im Osten, der einen Rekurs gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung beim Wide-Left-Turn eingereicht hat! Wir sind also nicht einer unter vielen, sondern der Bürgervertreter im Osten.

Zum Seitenanfang